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Das Konzept das wir leben

Konzept
Haltung

Elemente aus der nichtdirektiven Pädagogik fließen in die Arbeit des Grevenbroicher Waldkindergartens mit ein. Demzufolge sollen die Kinder stets die Möglichkeit bekommen, autonom Entscheidungen zu treffen, die ihren authentischen Bedürfnissen entsprechen. Dabei sollten die Erwachsenen, wie es die Pädagogin Rebeca Wild formuliert, den Entwicklungsprozess nicht durch Ungeduld stören.

 

Weitere zentrale Impulse liefert die Pädagogik Emmi Piklers, nach der den Kindern Zeit für ununterbrochenes Tun eingeräumt und die entsprechende Wertschätzung dafür entgegengebracht wird. Die Grenzen sollen dabei auch für die Kleinsten klar und verständlich definiert sein.

 

Alle Angebote werden auch als Angebot verstanden. D.h. die Kinder können frei entscheiden, ob sie beim gemeinsamen Basteln / Musizieren / beim Vorlesen zuhören oder lieber spielen möchten.


Spielen im Wald
Spielen

Dem freien Spiel kommt in der Waldpädagogik eine große Bedeutung zu. Die Offenheit des Naturraumes und des nicht definierten natürlichen Spielmaterials versetzen die Kinder in die Lage, sich über ihre Fantasie beliebige Spielwelten zu kreieren. Das fördert die Kreativität, die Kommunikationsfähigkeit, das Sozialverhalten, die Selbstfindung. Aus diesem Grund wird dem freien Spiel viel Zeit eingeräumt.


Untericht
Sinneswahrnehmung & Motorik

Babys und Kinder lernen durch Sinneswahrnehmung und Bewegung. Darüber entwickeln sich das Verstehen, das Begreifen, der Verstand und das Denken. Selbst machen und selbst erfahren sind unbedingt notwendig. Fühlen, anfassen, erspüren mit dem ganzen Körper, sehen, hören, riechen, schmecken, -darüber erschließt sich die Welt. Blätterrauschen, Wind, Vogelstimmen, Insekten Gebrumm, Licht und Schatten, Sonnenwärme auf der Haut, ständig findet im Freien, Wechsel und Anregung statt. Dinge betrachten, genau ansehen, aber auch anfassen und fühlen, erforschen, -Blätter, Stöcke, Stämme, Erde, Matsch, Wasser, Eis, kleine Tiere -, dazu fordern die Dinge von sich aus auf.


Ohne Bewegung kein Vorwärtskommen, auch im übertragenen Sinne. Im Waldkindergarten sind Kinder ständig in Bewegung, gehen auf verschiedenem Untergrund, laufen, springen, klettern, balancieren, rutschen, schwingen, schaukeln. Auch die Feinmotorik wird ständig geschult durch das Hantieren mit kleinen Gegenständen, Stöckchen, Früchten, Steinchen oder das vorsichtige Aufnehmen kleiner Insekten.


Soziale Kompetenz
Soziale Kompetenz


Beim Morgenkreis, beim gemeinsamen Frühstück, im Abschlusskreis, auf dem Weg, oft erleben die Kinder sich in der ganzen Gruppe. Rücksichtnahme ist nötig, Regeln müssen eingehalten werden, Verantwortung für die Gruppe und Einzelne wird übernommen. Miteinander kommunizieren mit oder ohne Worte, dazu fordert die Situation im Wald auf.


Beim freien Spiel und beim Rollenspiel müssen sich die Kinder über die Bedeutung der Naturmaterialien verständigen: ist das Blatt oder der Stein der Auslöseknopf beim Raketenspiel; ist der Stock ein Werkzeug oder eine Puppe beim Mutter-Kind Spiel.


Es gibt nur wenig vorgefertigtes Spielzeug, Fantasie und Einfühlungsvermögen sind gefragt. Konflikte müssen ausgetragen und geklärt werden. Da kann manchmal auch die Gruppe helfen oder die Erwachsenen. Früh lernen die Kinder mitzuentscheiden, Konsequenzen zu sehen, Verantwortung nach ihren Möglichkeiten mitzutragen.


Sprachentwicklung & Förderung
Sprachentwicklung & Förderung

Eine große Bedeutung kommt der Sprachentwicklung und -förderung zu. Die Kinder verbringen viel Zeit im Rollenspiel. Damit ihr Spiel funktioniert, müssen die Kinder sich untereinander über ihre Wünsche und Ideen austauschen. So haben sie ständig Sprachanreize und erleben unterschiedliche Sprachvorbilder. Das Erzieherteam dient den Kindern bewusst als Sprachvorbild und geben den Kindern immer wieder Sprachimpulse. Durch Alltagsrituale, immer wiederkehrende Lieder, Fingerspiele und Reime wird den Kindern Kontinuität und Spaß an Sprache vermittelt. Falls bei Kindern Sprachverzögerungen oder Sprachprobleme auftreten, wird dies mit den Eltern und wenn nötig und gewünscht mit Hilfe von Fachpersonal besprochen.


Umwelterziehung
Umwelterziehung

Der Mensch ist Teil der Natur, er ist mit eingebunden in Naturabläufe. Die Grundlagen für unser Leben,- Luft, Wasser, Licht, Nahrung - gibt uns die Natur. Unsere Entfremdung von der Natur ist weit fortgeschritten. Alles Nötige können wir im Supermarkt kaufen, woher es kommt, wissen wir oft nicht. Kinder in Städten und Ballungsgebieten haben nur noch wenig Möglichkeiten sich frei draußen zu bewegen. Umso notwendiger ist es Kindern zu ermöglichen draußen zu sein, im Freien sein, als angenehm, sicher, spannend und normal zu erleben.